Zeitschrift oder Verlagsinstitution: Internationale Zeitschrift für wissenschaftliche und technische Forschung
Autor (en): Rulff, R., Schrödl, W., Basiouni, S. und Krüger, M.
Art des Artikels: Studie
Datensatz-ID: 2121
Zusammenfassung: Insgesamt wurden 258 Milchkühe, 52 Downer-Kühe (frischkalbende, therapieresistente Kühe) und 206 scheinbar gesunde Kühe auf 14 Milchviehbetrieben untersucht. Blutserumparameter wie Aspartattransaminase (AST), Kreatininkinase (CK), Harnstoff, Kreatin, Cholesterin und die Spurenelemente Mangan (Mn), Kobalt (Co), Selen (Se), Kupfer (Cu) und Zink (Zn) Wurden analysiert. Glyphosat wurde mittels ELISA auch in Urin und Futter getestet. Downer-Kühe hatten signifikant höhere CK- (p < 0.0001), AST- (p < 0.0003) und Harnstoffwerte (p < 0.05) sowie einen signifikant niedrigeren Cholesterinspiegel (p < 0.0001) als gesunde Kühe. Die Co- und Mn-Werte waren im Allgemeinen bei allen Tieren auf Basis der Referenzstandards zu niedrig. Downer-Kühe scheiden deutlich weniger Glyphosat im Urin aus als ihre gesunden Vergleichstiere, was auf eine Nierenschädigung zurückzuführen sein könnte. Deutlich verringerte Cholesterinkonzentrationen bei den Downer-Kühen weisen auf einen Vitamin-D3-Mangel hin und würden sowohl bei Mn- als auch bei Co-Mangel die zelluläre Immunität negativ beeinflussen und das Risiko einer Rhabdomyolyse erhöhen.
Schlüsselwörter: Spurenelemente, Downer-Cow-Syndrom, biochemische Parameter, Glyphosat
Zitat: Rulff, R., Schrödl, W., Basiouni, S. und Krüger, M., 2016. Biochemische Untersuchungen und Glyphosatnachweis beim Downer-Kuh-Syndrom. Internationale Zeitschrift für wissenschaftliche und technische Forschung, 7 (4), pp.1548-1553.
